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Piratenspielereien 2

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Piratenspielereien 2



Nachdem ich einige Zeit mit meiner Mamba verbracht hatte, war es Zeit ein neues Schiff für ein paar Ideen aufzugreifen. Irgendwie gefallen mir die schnittigen, paranidischen Formen. Was lag da näher als mal ihre M3 Klasse in Augenschein zu nehmen. Aus meinen vorangegangenen Texturänderungen an der Mamba wusste wie die Spec und Diff Texturen am Modell selber wirken. Im Groben... naja, wer wagt gewinnt.

Ich schleppte also ein Piraten Perseus zu GIMP auf die Basis. War ganz einfach diesmal. Die Empfangstippse hechtete sofort in Deckung, und auch der Sicherheitsdienst hielt sich bedeckt. Dafür richteten sich eine Nanosekunde später sämtliche Überwachungskameras auf mich, sodass ich mir schon vorkam wie bei Familie Zrt sucht den Superstar.
GIMP war diesmal irgendwie echt komisch drauf. Selbst der dezente Hinweis auf meinen Zauberstab rang ihm nur ein mildes Lächeln ab. Also präsentierte ich ihm mein neues Schiff, und er begann die Texturen abzupellen. In diesem zugedröhnten Zusatnd schien aber einiges schief zugehen, als er sie auf der Werkbank ausbreitete.

"Hör zu, GIMP, ich will ein Paraniden Piratenjäger. Die paranidischen Piraten in XTC sind eine ganz spezielle Sorte und nennen sich Templer. Sie halten sich also quasi für etwas besseres, einen Geheimbund, gesegnet von der heiligen Dreidimensionalität. Sie sind sozusagen im Namen des Herrn unterwegs, obwohl sie Elroy nicht als legalen Namen akzeptieren, weiss der Geier warum. Egal, Thematik ist also mystisch... meinst du, du kommst damit zurecht?" "Preiset den Herrn." "Ja, danke, ich weiss das zu schätzen, aber glaubst du, du schaffst das?" "Preiset ihn." *TSCHAK-TSCHAK* "Oooooooh, diese Faaaaarben." "Oh mann, nichts zu machen, hoffentlich geht das gut. Sieh zu, dass du in die Gänge kommst. Hier ist deine Sprühpistole.... so ists gut, schön vorsichtig in die Hand nehmen...soooo....und jetzt mal mal was da auf die Textur... soo ists fein... jaa, richtig... NEINneineineinein, NICHTinsNaslochSteckenUndInhalieren... Mann, GIMP!"

Es zog sich hin, und es ging nicht gut, garnicht gut. Zuerst experimentierten wir mit der Art der Texturen herum. Was sieht denn mystisch aus? Feen, Elfen, Kobolde, Zwerge usw. gehören nicht in ein Weltraumspiel. Die ganzen keltisch angehauchten Tribal Geschichten sind ausgenudelt. Schliesslich kamen wir auf Steampunk. Steampunk lebt aber von seinem Detailreichtum, und auf einer 2048x2048 Textur ist nicht unbegrenzt Platz, wenn man an einem Tiling arbeitet, von dem man manche Teile direkt vor sich sieht. Da werden die Texturen recht schnell matschig und verpixelt. Je höher die Sättigung, desto eher sieht man Pixel. Nicht gut, ausserdem machen die Bump maps das kaum mit und zerschnetzeln einem die gerade mühsam auflackierte Struktur. Schon bei diesem Ansatz gab es Fehlermeldungen von GIMPs Plugin. Er mag anscheinend keine Volume maps und hat Schwierigkeiten sie abzuspeichern. Wir einigten uns schliesslich auf eine Art Steampunk wie aus der Dark Project/Thief Serie. "Beez a goodsie woodsie" vor sich hinbrabbelnd nahm GIMP die Texturen der Hammeriten unter die Lupe. Gab aber nicht so recht was her, aber sie passten von ihrer Einstellung her perfekt zu den Templern. Die Erleuchtung erfuhren wir dann in Form der Hüter und ihrer Glyphen. Was liegt näher etwas mystisch aussehen zu lassen als leuchtende Glyphen zu benutzen? Leuchtend... schnell die Light map in Augenschein genommen, und erste Versuche gestartet. Neeee, ich sag euch.... neeeeeeeeee, sah agrnicht gut aus. Das Ding leuchtete wie ein Jul Bock, der sich gerade an einem unschuldigen Weihnachtsbaum gütlich getan hatte.

Bei den Geschichten gingen einige Speicherung total schief. Die Bilder waren teilweise komplett leer, und aus reiner Verzweiflung legte ich selbst Hand an und speicherte die Textur als neue Ebene in der Diff map. Auch das ging tierisch daneben, und ich sah garnichts mehr auf dem Schiff. Es hatte noch nicht mal mehr Schatten, wenn man es im Weltall drehte... ... ... Moment, keine Schatten mehr? Aber da vorne war dieser kleine leuchtende, goldenen Punkt mitten auf der Schiffsnase... ... ... Aber nur wenn man sie in die Sonne hielt... .... .... COOOOOOL!
Dascha mal Effekt!

So begann die Arbeit. Zuerst mussten ein paar Glyphen geschmiedet werden. Da die Perseus Klasse allesamt aus einer Kombination von Stahlblau und Olivgrün besteht, sind goldene Glyphen genau passend. Ich stellte schnell fest, dass man gleich mehrere Sorten von Glyphen benötigt. Eine Marker Glyphe, die sich leicht identifizieren lässt, um Ausrichtungen der Texturen zu prüfen, kleine Glyphen, die auf sehr enge stellen passen, voluminösere, die mehr Fläche füllen können, solche die auf der Textur gedreht werden können, ohne dass man zuviel Schärfe einbüsst, spezielle, extrem scharfe, die man auch aus der Nähe betrachten kann, ohne das sie zu Pixelsalat werden... und und und. Das alleine dauerte schon ein paar Tage. Die Recherche über Hüterglyphen ist erstaunlich ergiebig, sodass ich recht schnell ein komplett eigenes Set aus einfachen, geometrischen Formen zusammensetzen konnte.
Als dann aber die ersten Glyphen auf die Diff map kamen, sahen sie aber sowas von unspektakulär aus, dass ich schon geneigt war alles wieder hinzuschmeissen. Als dann nochmal der Fehler mit der neuen Ebene auftauchte, war das für mich fast zuviel. Ich beschloss den Schrott der bei der Speicherung rausgekommen war im Spiel mal anzusehen, um zu schauen, ob ich aus Rache das gesamte Spiel abstürzen lassen konnte. War aber nen Satz mit X. Ich hatte mal wieder keine Schatten mehr. Ich war fest entschlossen zumindestens das Starterschiff 20 Meter weiter in die ewigen Jagdgründe zu schicken mit diesem reingeskripteten Schrottkahn. Also drehte ich diesen Perseus Verteiger um, um wenigstens ein Schiff zu zerstören. Es lag direkt unter der Sektorsonne von meinem Standpunkt aus gesehen, und bereits in der Drehung nahm ich es als Ziel auf.... und dann klappte mir der Unterkiefer runter. Ich hatte die goldene Basisfarbe für die Textur ausgewählt, und nicht mal die Sättigung aufgezogen. Trotzdem glühten plötzlich mitten auf meiner Jägernase goldene Glyphen auf.... genau SO hatte ich sie mir vorgestellt... Nase wieder ins Dunkle halten... NICHTS!.... Nase ins Sonnenlicht halten GLYPHEN... Ich habe die nächsten 30 Minuten damit verbracht das Schiff permanent zu drehen. Als ich zu GIMP zurück kam war mir speiübel. Er war immer noch in seinen ätherischen Spähren. "Alter Schwede, was zum Henker hast du da getan?" [flüsternd] "Die Farben..." "Ja, ich weiss, ich habs gerade gesehen." "Farben sind die Magie... Templermagie!" "Verdammt... uh....oh... das ist genial. Das wird ein richtiges Pimpmobil."

Das Ganze artete aus, war aber zum Schluss jede Minute wert. Die komplette Diff Textur musste überarbeitet werden. Jedes einzelne Detail musste platziert werden... aber diese Farben! Den Effekt kannte ich im Grunde genommen schon von der Mamba her, aber ihn so auszunutzen war nur dem Zufall zu verdanken. Herausgekommen ist ein schwarz grünes Schiff, das nur im direkten Sonnenlicht mit Glyphen und schimmernden Applikationen überzogen ist. Aus jedem Blickwinkel ein neues Erscheinungsbild, im Dogfight leuchten die Glyphen auf und verschwinden sofort wieder durch die vielen Richtungswechsel.

Hier ist die Frontansicht.


Heckansicht.


Und hier ist der Schatteneffekt sichtbar. Eine Seite texturiert, die Andere zeigt die normale Lackierung.


Und weils so schön ist, nochmal von vorne


Letztendlich hat mir ein Fehler im DDS Plugin einen zwar recht experimentellen, aber nichts destotrotz sehr scicken Effekt beschert. Wenn ich es jetzt noch schaffe die Texturen einigermassen Verlustfrei zu komprimieren, dann kann ich das sogar zum Download hier reinstellen. Die Textur passt nach einiger weiterer Anpasung inzwischen sogar perfekt auf sämtliche Perseus Modelle. Ich werde in nächster Zeit wohl verstärkt im Paraniden Raum rumkreuzen

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